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Montag, 17. Dezember 2012

Vorgabenanpassung


Jetzt in der Vorweihnachtszeit gibt es in Spielerkreisen einige Aufregungen. Auch auf Facebook gibt es hierüber einige aufgeregte Kommentare. Was ist passiert? Einzelnen flattert ein Brief ins Haus in dem Ihnen mitgeteilt wir, dass sich im kommenden Jahr Ihre Stammvorgabe verändern wird.Die Aufregung ist bei einzelnen groß.

Mark Michel, der engagierte Spielführer vom GCC Velderhof hat im Folgenden die Vorgabeanpassung des DGV, die seit diesen Jahres neu ist, zusammengefasst.

Das Vorgabensystem im Golfsport dient dazu, eine Vergleichbarkeit der Spielergebnisse zu erzielen. Wie in keiner anderen Sportart ist es damit möglich, Netto-Wertungen durchzuführen – jeder Sportler wird an seiner individuellen Spielvorgabe gemessen und kann mit anderen verglichen werden. Um dabei möglichst gerecht zu sein, sind bereits verschiedene Maßnahmen ergriffen worden:
- Über das Course-Rating wird versucht, eine Vergleichbarkeit der Golfplätze herzustellen.
- Über den CBA-Ausgleich werden außergewöhnliche Spielbedingungen bei einer     Turnierwertung berücksichtigt.
Der Deutsche Golfverband hat im Rahmen der Europäischen Regelungen nun verpflichtend dem Vorgabensystem eine weitere Komponente hinzugefügt: Die jährliche Überprüfung der Handicaps eines Clubs. Lag es bislang allein am Vorgabenausschuss eines Golfclubs, außergewöhnliche Effekte in der individuellen Handicap-Entwicklung zu berücksichtigen, so gibt nun ein Computerprogramm vor, Anpassungen an der Stammvorgabe durchzuführen. Gelingt es zum Beispiel einem Golfspieler über Jahre hinweg nicht mehr sein(ihr) Handicap zu spielen, wird nun die Stammvorgabe automatisch nach oben korrigiert. Grundlage ist ein europäischer Vergleich der durchschnittlichen Spielergebnisse je Handicapklasse mit dem mittleren Ergebnis eines jeden Golfers im Club (Median/nicht Durchschnitt). Je nach Handicapklasse werden zwischen 30 und 32 Stableford-Punkte je Turnier im europäischen Vergleich erzielt. Weicht das mittlere Ergebnis eines Spielers um mindestens 3 Punkte davon ab, wird eine Korrektur vorgenommen. Er wird davon ausgegangen, dass die Handicap-Entwicklung auf Basis der Turnierergebnisse die Spielstärke nicht ausreichend berücksichtigt.
Zum Beispiel beim GCC Velderhof waren bei der programmtechnischen Anpassung etwa 8 Prozent (von 1200) der Mitglieder betroffen. Dabei wurden etwa 50 Prozent Anpassungen nach oben (Heraufsetzung) und etwa 50 Prozent nach unten (Herabsetzung) vorgenommen. 
Bei alle anderen Spielern gab es keine Anpassung der Vorgaben. Bei Golfern, die weniger als 4 Turnierergebnisse in Ihrem Stammblatt haben, wird die Vorgabe auf „inaktiv“ gesetzt. Für das normale Golfspiel hat dies keine Bedeutung – bei Turnieren können Spieler mit inaktiven Vorgaben aber zum Beispiel bei der Vergabe von Sachpreisen ausgeschlossen werden.

Verstanden?

Hier >>> http://www.golf.de/dgv/vorgaben.cfm?objectid=60096458
könnt Ihr weitere Details sowie die Tabelle der einzelnen Vorgabenklassen nachlesen.


Kommentare:

Doc Wedge hat gesagt…

Lest dazu auch das...
http://drwedge.blogspot.de/2013/02/jahrliche-uberprufung-der-vorgaben.html

Alfred Richter hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Alfred Richter hat gesagt…

Hi Doc, ja, Deine Kernaussage bzgl. der Idee des Hcp immer 36 spielen zu müssen ist vermessen für uns Amateure.
Die größte Anzahl der Ergebnisse liegt, lt.DGV, bei etwa 31,5 Stableford-Nettopunkten. Würde man die Vorgabenklassen 5 und 6 noch
hinzunehmen, so würde der Scheitelpunkt der Kurve sogar eher bei 30 Stableford-Nettopunkten liegen. Schon systembedingt
wird also die Erwartung, regelmäßig 36 Stableford-Nettopunkte und damit „mein Handicap“ zu spielen, nicht eingelöst.
Tja, was solls, die meisten verstehen es sowieso nicht. Frohe Ostern...

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